Meine Blutwerte sind unterirdisch schlecht. Seit fast zehn Jahren. Ohne eine tägliche Dialyse kann ich nicht überleben. Meine eigenen Nieren sind zu schwach um mein Blut ausreichend reinigen zu können. Ich hoffe, ich erhalte bald ein Spenderorgan. Fast 10.000 Menschen stehen ebenfalls auf dieser Liste und warten. Manche warten vergebens – uns sterben – weil nicht ausreichend Spenderorgane vorhanden sind.

Einige wollen sich gar keinen Organspendeausweis zulegen. Sie befürchten, man könnte sie in der Klinik etwas schneller sterben lassen, um an ihre Organe zu gelangen. Das ist keineswegs so! Die Realität sieht etwas anders aus, auch wenn sie nicht vorbildlich ist: Entnimmt ein Arzt einem Spender nach seinem Tode ein Organ, rechnet er diese Leistung mit der Krankenkasse ab, denn die Arbeit des Arztes, und auch die seines Teams, müssen bezahlt werden. Die Krankenkasse erstattet aber nicht den gesamten Betrag, sonder rund einen Tausender weniger. Das bedeutet, dass sich die Entnahme eines oder mehrere Organe nicht wirklich lohnt – es reißt dem Krankenhaus ein Loch in die Kasse.

Logisch wäre es, dass die Krankenkasse den vollen Satz bezahlt, der bei knappen 5.000 Euro liegt. Immerhin müsste dann der Patient keine Dialyse mehr durchführen, die pro Jahr ungefähr über 40.000 Euronen verschlingt. Dieser Artikel auf der Focus-Website erläutert das Problem noch genauer.

Alles zum Organspendeausweis hier: organspende-info.de

Peritonealdialyse, auch Bauchfelldialyse genannt.
Flynn Todd macht seit April 2009 vier Mal pro Tag Bauchfelldialyse, weil es leider kein Spenderorgan gibt.